Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

Unsere Natur wird immer leiser und trister. Auch wenn Grün doch die schönste Farbe ist, sind die Landschaften unserer Region, unserer Heimat von Grün dominiert. Wenige Blüten, wenige Farben und somit auch wenige Insekten. Denn was wollen Bienen, Hummeln oder Schmetterlinge mit Weizen, Gerste, Soja oder Mais? Wo keine Insekten sind, fehlen oft auch Vögel und andere Tiere. Wenn ich in unserer Region wandere oder Rad fahre, sieht man mal einen Feldhasen oder vielleicht ein paar Rehe in ihre kleinen Waldstücke flüchten. Ansonsten ist es trist, einfarbig und irgendwie traurig.

Sind wir die nächsten Dodos?

in Erlebnis im Frühsommer bewegt mich noch heute: Auf einer Radtour zum Ammersee sind wir einen Hügel hochgeradelt und haben ein Feld erreicht. Sonnenschein und weiß-blauer Himmel haben dann dafür gesorgt, dass wir mit dem Ratschen aufhörten und plötzlich Stille war. Für einen kurzen Moment sagt man sich: jetzt bin ich taub! Erst dann habe ich erkannt, was fehlt. Bis zum nächsten Dorf Felder, in jede Himmelsrichtung vor uns nur Felder und mal endlich kein Verkehrslärm als stetiges Hintergrundrauschen. Eigentlich hätte man Grillen zirpen, Bienen summen, Vögel zwitschern und irgendwelche Tiere vielleicht wegrennen oder scharren hören müssen. Stattdessen war es so still, dass man genauso gut auf einem Friedhof hätte stehen können.

Das was du heute denkst,
wirst du morgen sein.

Manchmal denke ich, wir tun alles, um unseren Planeten in einen Friedhof zu verwandeln. Unsere aktuellen politischen Debatten und auch der Großteil des hinter uns liegenden Bundestagswahlkampfs drehten sich um ein paar wenige Themen: Innere Sicherheit, soziale Gerechtigkeit, Bekämpfung von Flüchtlingen anstatt Fluchtursachen, ein bisschen Diesel und hin und wieder kam ein inhaltsleerer Satz über den Klimawandel. Mir reicht das nicht, denn ein Thema wird fast völlig ignoriert, obwohl es doch das zentrale Thema für die Menscheitsfrage ist. Wir verlieren unsere Natur, unsere Artenvielfalt, unsere Tiere, Insekten, Vögel und damit unsere Heimat. Wir müssen wieder ganzheitlich denken. Die Bewahrung unserer Natur bildet die Basis für ein soziales und gerechtes Bayern. Wir müssen jetzt handeln und gestalten, damit wir nicht später ohnmächtig vor vollendeten Tatsachen stehen. Denn ohne diese Grundlagen befördern wir uns selbst auf die Sondermülldeponie der Geschichte.

Ich will im Landtag eine Stimme für die Agrarwende hin zu gesunden, regional produzierten und vor allem biologisch erzeugten Lebensmitteln sein. Ich möchte Programme zum Artenschutz oder für nachhaltige umweltfreundliche Verkehrs- und Wohnprojekte gestalten. Wo ich kann, will ich Probleme unserer Gesellschaft aufzeigen, die wichtig sind. Wir konsumieren zu viel, wir produzieren zu viel Müll, wir beuten uns gegenseitig aus und wir rennen mit offenen Augen von einer Wand gegen eine andere.

Ich möchte Stellung dagegen beziehen, wenn ich wieder erlebe, dass Landwirtinnen und Landwirte in Bayern jauchzend klatschen, wenn kurzsichtige Politikerinnen und Politiker von Träumen nach Gewinnmaximierung und Rendite getrieben die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bei uns in Bayern ebenso wie in Nigeria, Burkina Faso, Thailand oder Brasilien auf die Flucht oder in den Selbstmord treiben. Fluchtursachen bekämpfen wir nicht ohne ein sofortiges Umdenken bei unserem Umgang mit Ressourcen und unserer Natur. Auch wenn wir das Sterben im Mittelmeer beenden, so ist der Kern des Problems noch nicht gelöst. Unser Wohlstand darf nicht länger auf der Armut Anderer basieren. Hunger und Wasserknappheit könnten Treibstoff für unvorstellbare Kriege sein.

Wer einen guten Nachbarn hat,
braucht keinen Zaun!

Dabei wissen wir, wie unsere Welt aussehen müsste, wie wir sie gestalten können. Die Vision haben wir, jetzt muss nur noch das Ziel festgelegt und der erste Schritt getan werden. Global denken, lokal handeln, sowie gegenseitiger Respekt und ein Umgang auf Augenhöhe mit unseren Mitmenschen sollte die Grundlage sämtlicher Politik sein. Weniger Egoismus, mehr Selbstlosigkeit!

Ich arbeite im Schichtbetrieb als Notfallsanitäter für das Bayerische Rote Kreuz. Ich liebe meinen Job. Es erfüllt mich, Menschen in unterschiedlichsten Notsituationen helfen zu können und mich als Personalratsvorsitzender für meine Kolleginnen und Kollegen einzusetzen. Das alleine reicht mir nicht mehr. Ich möchte mein politisches Engagement weiter ausbauen. Deshalb habe ich mich entschieden, ein Mandat als Abgeordneter im Bayerischen Landtag anzustreben. Mit Euch gemeinsam möchte ich einen kämpferischen Wahlkampf führen und die schwäbischen Grünen stark machen.

Ich bin Peter, 31 Jahre alt, in Augsburg geboren und im Augsburger Stadtteil Inningen aufgewachsen, dort wohne ich auch heute. Ich bin kein Akademiker, sehe dies aber nicht als Nachteil an. Hauptschule und Nebenjobs im Niedrig-lohnbereich sowie die Schichtarbeit lassen einen viele Probleme direkt selbst erfahren, denen die Meisten nie begegnen. Seit September 2015 bin ich Sprecher des Stadt-verbands Augsburg. Erste Erfahrungen mit Kampagnen machte ich beim erfolgreichen Bürgerentscheid gegen die Fusion der Stadtwerke Augsburg mit Erdgas Schwaben. Neben dem Bundestagswahlkampf führte ich einen sehr erfolgreichen Bürgermeisterwahlkampf in unserer Nachbarstadt Stadtbergen. Mit Euch möchte ich das Thema: Bewahrung der Natur neu denken und mit der sozialen Frage verknüpfen. Das kann ich nicht alleine, dafür braucht es ein WIR und daher bitte ich Euch um eure Unterstützung. Ich will meiner Überzeugung folgen und im Landtag aktiv gestalten. Meine Motivation, meine Berufserfahrung, meinen Kampfgeist und alle meine Kenntnisse will ich dafür einsetzen.

Liebe Freundinnen und Freunde, ich bitte Euch um Eure Stimme und Eure Unterstützung für meine Kandidatur bei der Landtagswahl 2018 um das Direktmandat im Stimmkreis Augsburg-Stadt-West (702), Neusäß und Gersthofen.

Euer Peter Rauscher

Meine Bewerbung als PDF: LT2018-Bewerbung

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