Flugplatzheide retten, Bebauungspläne stoppen

Die dem Freistaat Bayern gehörende Fläche ist eine Restfläche von nur noch 2 Prozent der
ursprünglichen Flugplatzheide und eine der wertvollsten innerstädtischen Biotopflächen in Bayern.

Anfang des Jahres wurde eine Bebauung im Rahmen des „Wohnungspakts Bayern – mehr Wohnungen
für alle – Sofortprogramm für anerkannte Flüchtlinge“ durch den Freistaat Bayern ins Spiel gebracht.

Aufgrund des Versagens der Staatsregierung, ausreichend Wohnraum für Geflüchtete zu schaffen,
hat sich kurzfristig der Naturschutzbeirat auf einen Kompromiss einer weiteren Teilbebauung verständigt
um der Wohnungsnot und der Solidarität nicht im Wege zu stehen.

Im Gutachten von Dr. Klaus Kuhn vom Naturwissenschaftlichen Verein für Schwaben, welcher die noch
verbliebene Restfläche von 8 Hektar der ursprünglichen 200 Hektar großen Fläche untersuchte, stellte
sich heraus, dass die Fläche einen außergewöhnlichen Reichtum an seltenen Arten aufweist. Die
Untersuchung ergab einen Artenreichtum welcher in dieser Bedeutung nur sehr selten auf
innerstädtischen Flächen zu finden ist und naturschutzfachlich bayernweite Bedeutung hat. So wurden
mehr als 85 bedrohte Pflanzenarten nachgewiesen die auf der Roten Liste gefährdeter Pflanzen in
Bayern aufgelistet sind, einzelne sind akut vom Aussterben bedroht. Zudem wurde die Wichtigkeit als
ökologische Verbindung zur Hochterrasse deutlich.

Aus integrationspolitischer Sicht ist dieses Bauvorhaben ebenfalls abzulehnen. So befindet sich dieses
Gelände in einem Gewerbegebiet in dem es in unmittelbarer Nähe keine weitere Wohnbebauung,
geschweige denn Einrichtungen des täglichen Lebens gibt, was einer Ghettoisierung gleich kommt. 77
Wohneinheiten für 310 anerkannte Flüchtlinge auf der „Grünen Wiese“ ist integrationspolitischer
Irrsinn und abzulehnen.

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