Aktionsbündnis fordert: Der Augsburger Stadtrat muss sich gegen die Osttangente aussprechen!

Die Osttangente ist Thema der nächsten Sitzung des Stadtrates Augsburg. Das Aktionsbündnis gegen den Flächenfraß für Augsburg und die Region fordert alle Stadträtinnen und Stadträte nachdrücklich auf, sich gegen die große Ostumfahrung und den Neubau einer Osttangente von Friedberg in Richtung Königsbrunn/B 17 auszusprechen. Die Reduzierung des Autoverkehrs und ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ist der richtige Weg in die Zukunft.

Unsere Region kann sich Projekte wie die Osttangente nicht erlauben. Alle Versprechen der CSU-Staatsregierung, Flächenfraß einzudämmen sind bisher als inhaltsleere Symbolpolitik verpufft. Die Umweltstadt Augsburg hat nun die Chance, ihrem Namen gerecht zu werden. Anders als Kommunen, wie Graben oder Untermeitingen, die ihre Heimat wie auf dem Wühltisch zu Ramschpreisen verschachern, kann Augsburg als Vorbild vorangehen. „Wir lehnen die Osttangente ab und der Stadtrat muss sie ebenfalls ablehnen“, fordert Peter Rauscher, Sprecher des Bündnisses gegen den Flächenfraß.

„Die öffentlichen Stellungnahmen des Amts für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen unter Herr Erben, für die wir uns sehr bedanken, sprechen eine deutliche Sprache“, ergänzt Rauscher.
In der Vorlage für den Stadtrat heißt es unter anderem: ‚Das ländliche Landschaftsbild, Teil der bayerisch-schwäbischen Heimat wird verschwinden. Naturschutz- und FFH-Gebiete werden beeinträchtigt werden. Einen Biotopverbund in diesem Landschaftsbereich zu schaffen wird nicht mehr möglich sein. Das Entwicklungspotential von Licca Liber wird eingeschränkt werden. Die Erholungsfunktion wird entlang der gesamten Trasse durch Zerschneidung der Landschaft (Landschaftsbild, Trennwirkung der Trasse) und Lärm beeinträchtigt werden.‘

„Katastrophal – anders können die Folgen der Osttangente für unsere Umwelt, unsere Heimat nicht beschrieben werden. Flächenfraß eindämmen, Mobilitätswende und die Bewahrung unserer heimischen Tier- und Pflanzenarten kann nicht länger auf die Zukunft verschoben werden. Es muss jetzt gehandelt werden“, kritisiert Johannes Enzler, Vorsitzender der Kreisgruppe Augsburg vom Bund Naturschutz.

Bündnis macht weiter

Das Aktionsbündnis gegen den Flächenfraß will trotz abgelehntem Volksbegehren vor dem Bayerischen Verfassungsgericht in der Region Augsburg den Flächenfraß bekämpfen. Die Bürgerinnen und Bürger vor Ort sollen zum Beispiel über Flächenverbrauch informiert werden. Vor allem sollen aber positive Alternativen dargestellt und besprochen werden, wie Fläche eingespart werden kann, ohne Lebensqualität zu verlieren.

Das Bündnis für die Region Augsburg besteht aus folgenden Organisationen: VCD (Verkehrsclub Deutschland), LBV Kreisverband Augsburg (Landesbund für Vogelschutz), AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft), BUND Naturschutz Kreisgruppe Augsburg, ÖDP Augsburg, Bündnis90/Die Grünen Kreisverband Augsburg-Land, Bündis90/Die Grünen Stadtverband Augsburg.

http://peterrauscher.de/flaechenfrass/
AZ: Was bringt die Osttangente für die Region?

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