Von Peter Rauscher

Angesichts der Tatsache, dass bei Nichteinhaltung der Stickoxidgrenzwerte Gerichte Dieselfahrverbote für deutsche Innenstädte verhängen werden, sind die wieder aufgewärmten Tiefgargenpläne des Unternehmers Ignaz Walter völlig aus der Zeit gefallen.

Pläne wurden aufgewärmt

Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, gibt es erneut Pläne von Ignaz Walter unter der Fuggerstraße eine Tiefgarage zu bauen. Eine exklusive Tiefgarage für extrabreite Fahrzeuge – “er möchte etwas bleibendes für seine Heimat Augsburg schaffen”.
Bereits in den 80er und 90er Jahren hatte Ignaz Walter versucht dort eine Tiefgarage zu bauen. Am 28. Januar 1996 begruben die Augsburgerinnen und Augsburger per Bürgerentscheid die Pläne für die sogenannte Waltergarage deutlich mit 62,7 Prozent.

Was damals falsch war, ist heute nicht richtig

Jetzt, 22 Jahre später kommt dieser erneute Vorstoß Walters wie ein verspäteter Aprilscherz. Gerichte drohen mit Fahrverboten für Dieselfahrzeuge, weil die Luft in den Innenstädten zu schlecht ist und Stickoxidgrenzwerte nicht eingehalten werden können. Klimawandel und das nicht erreichen der Pariser Klimaziele fordern dringende Handlung.

Pläne passen nicht in dieses Jahrhundert

Das 2-Grad-Ziel rückt in immer weitere ferne. Die Erderwärmung ist bereits heute einer der häufigsten Fluchtgründe. Mobilitätswende, Fahrradstadt, Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs, ja sogar die Kostenfreiheit des ÖPNV wird diskutiert. Im Jahre 2018 könnte man meinen, sind wir eigentlich schon weiter.  Selbst Konservative CSU`ler haben erkannt, dass es ohne eine Änderung im Mobiliätsverhalten keine Zukunft für deutsche Großstädte gibt.

Eine exklusive Parkgarage mit übergroßen Stellplätzen – für genau diese Fahrzeuge die wir eigentlich in einer Innenstadt überhaupt nicht gebrauchen können und für die es Mittelfristig keine Zukunft geben kann – ist kein Geschenk und auch nichts bleibendes für die Zukunft. “Meine Vaterstadt” stehe im Vordergrund, Herr Walter will diese Garage als “Jahrhundertgeschenk” uns Augsburgern hinterlassen, als jemand “der seine Heimat liebt”, wird er in der Augsburger Allgemeinen zitiert.

Wer seine Heimat liebt, denkt weiter. Augsburg hat viele Dinge, in die man nachhaltig und bleibend investieren kann. Aber bitte nicht konträr aller unserer Ziele inform einer neuen Supergarage für Drecksschleudern.

Bericht in der Augsburger Allgemeinen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü